
Schon während der letzten Staffel haben die Fernsehkritiker das Meckern an dem Format aufgegeben, sind gar zum Lob übergegangen. Freikörperkult und das Känguru-Hoden gehören längst zur deutschen Fernsehkultur. Was soll man da noch meckern?
Doch nicht nur wir Deutschen konsumieren den Dschungel-Spass. Weltweit sorgt das Format für Boulevardschlagzeilen. In England hatte eine Kandidatin ernsthaft Angst davor, vom konsumieren des Tierhodens schwanger zu werden. Und das tut sich der mündige Zuschauer im Zeitalter von zeitversetztem Fernsehen, IP-TV und Co. an?
Pragmatisch gesehen ist das alljährliche Dschungel-Camp die Chance als "Star" sein Gesicht mal wieder auf der ersten Seite der Bild Zeitung zu sehen. Warum denn nicht: "Ich wär gern wieder im Gespräch, lasst mich lange drin".