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Montag, 14. Januar 2008

Globes ohne Glanz und Glamour

Die exklusivste Party Hollywoods, die Golden Globe Awards, außerdem eine der bedeutendsten Award Verleihungen, fand aufgrund des Autorstreikes in diesem Jahr etwas "speerlich" aus. Von Stars und Glamour fehlte jede Spur. Die 65sten Globe Awards Zeremonie fand in einer Art Pressekonferenz statt.

Auch Quotentechnisch ging die diesjährige Verleihung baden. Die Golden Globe Pressekonferenz lockte gerade einmal 5,83 Mio. Amerikaner vor die Bildschirme (Quelle: Quotenmeter.de). Es gab auch keine großen Gewinner, wie in den Jahren zuvor. Favoriserte Produktionen wie "American Gangsters", "Tödliche Versprechen" und "Michael Clayton" gingen sogar leer aus.

Auch wenn die diesjährigen Golden Globe Awards alles andere als großartig waren gibt es für den tvundfilmblog etwas erfreuliches zu berichten: Schon im Oktober 2007 berichtete der Webblog über die Serie "Califonication" mit David Duchovny alias Hank Moody. Herr Duchovny gewann für seine Darstellung von Hank Moody den Golden Globe als bester Schauspieler in einer Fernsehserie (Musical oder Comedy). Ein Grund mehr der Serie ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Mehr dazu bald auf RTL2.
Link

Freitag, 9. November 2007

US Writers Guild Streikt


Vor 3 Tagen haben ca. 12.000 US Autoren die Arbeit niedergelegt. Sie werden unterstützt von einigen Produzenten, die ebenfalls die Arbeit niederlegten und 115 CBS Showrunner. Die Forderung der US Autoren: Acht statt vier US-Cents pro verkaufte DVD und eine Entlohnung, im Falle das ihre Werke Online gestreamt werden.

Hier eine sehr interessant Immpression des Streiks:
Day 3 Lost and Desperate (Quelle: YouTube)

Einige der betroffenen Formate sind:
- “24” Fox verschiebt den Start der neuen Staffel auf unbestimmte Zeit
- “The Office” NBC unterbricht Staffel ab 15. November
- “Two and a Half Men” Produktion diese Woche eingestellt
- “The New Adventures of Old Christine” Produktion diese Woche eingestellt
- “Lost” wird in der Fernsehsaison 2007/2008 nur acht der sechzehn Folgen gezeigt
- …

Die US Autoren haben richtig , aber sehr spät erkannt, dass die Sender übers Web ihre Produktionen erneut verwerten. Dieser Weg der Verwertung wird zunehmen, gerade bei der rasanten Entwicklung von IP-TV. Deshalb gibt es so genannte “buy-outs“, bei denen die Autoren sämtliche Rechte an die Produktionsfirma abtreten. Solche Verträge werden übrigens mit vielen kreativen im Mediengeschäft gemacht und das schon seit geraumer Zeit.

Alles in allem bleibt abzuwarten, wie lang sich der Streik hinziehen wird. Spannend ist es aus deutscher Sicht für allemal. Fans können ein bisschen im die rechtzeitige Fortsetzung ihrer Serien bangen und deutsche Autoren wird das Ganze Spanisch vorkommen, denn bei uns sind Autoren nicht so stark gewerkschaftlich Organisiert.

Mehr Infos zum Autorenstreik:
Autorenstreik: Noch kein Sonnenschein am Horizont (Quotenmeter.de)
Forenecho: Was über den Autorenstreik gedacht wird (Quotenmeter.de)

Update 10.11.07:
Streikende Autoren, wartende Fans (Quotenmeter.de)

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Warum funktioniert “Brothers & Sisters” nicht?


Wieder einmal enttäuschte die Quote von der US-Serie auf Pro7. Gerade mal 9,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe konnten der Sender aus Unterföhring auf seinem Konto verbuchen. “Brothers & Sisters” ist ein Erfolgsformat aus den USA, dass sich nicht auf dem deutschen Fernsehmarkt behaupten kann.

Am Sendeplatz um 22 Uhr 15 und am perfekten Lead-In  (“Grey’s Anatomy”) kann es nicht liegen. Denn kürzlich ergab eine Umfrage, dass Serien mit so genannter “on ging story”, eigentlich nur nach 22 Uhr 15 funktionieren können. Der deutsche Zuschauer lässt sich nicht gerne seinen Tagesablauf vom Fernsehprogramm vorschreiben. Die Voraussetzungen könnten demnach nicht besser sein.

Vielmehr ist es die Story, die den Zuschauer abschreckt. Der deutsche Zuschauer interessiert sich wohl nicht für die Probleme einer reichen Großfamilie. Die Identifikation mit den Charakteren der Sendung ist für den “Ottonormaldeutschen” gleich null. Schlichtweg entspricht die US-Serie nicht dem deutschen Alltag. Da hilft die Starbesetzung mit Calista Flockhart und Sally Field leider auch nicht.