Donnerstag, 7. Februar 2008

Deutschland sucht den Superstar ist zurück

Seit einigen Wochen ist "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) zurück. Dies und der Medienrummel rund um die Sendung sind Grund genug, sich ein wenig mit diesem Phänomen auseinander zusetzen. Wie bei allen Casting-Shows dieses Genres, laufen die Vor-Castings mit bester Quote auf den Flimmerröhren Deutschlands. Doch was macht diese Sendung in der gefühlten 100 Staffel so erfolgreich, obwohl es nie einen richtigen "Superstar" gab, der sich länger, als die berühmten 15 Minuten, im Rampenlicht halten konnte?

Ein Faktor ist mit Sicherheit Juror Dieter Bohlen. Man liebt ihn oder hasst ihn, dazwischen gibt es nichts. Schlichtweg, er polarisiert! Einige Kandidaten bewerben sich nur um ein Foto gemeinsam mit "Dieter" auf ihrem Handy zu haben, andere haben solche Angst vor seinen vernichtenden Urteilen, dass sie zusammenbrechen. Zu Bohlen kommt, dass es doch tatsächlich Leute in Deutschland gibt, die schlechter singen als der "Otto-Normal-Deutscher". Und dass, schaut man sich doch gerne an. Schnittstil und Effekte unterstützen das ganze Spektakel.

"Deutschland sucht den Superstar" wird auch in dieser Staffel eine gute Quoten erzielen und somit wird uns RTL wohl auch mit "101 Staffel" beglücken.

Hier noch ein Link-Tipp für alle die, die Mitreden wollen, aber Ihren kostbaren Abend nicht für die Sendung opfern möchten:

Montag, 14. Januar 2008

Globes ohne Glanz und Glamour

Die exklusivste Party Hollywoods, die Golden Globe Awards, außerdem eine der bedeutendsten Award Verleihungen, fand aufgrund des Autorstreikes in diesem Jahr etwas "speerlich" aus. Von Stars und Glamour fehlte jede Spur. Die 65sten Globe Awards Zeremonie fand in einer Art Pressekonferenz statt.

Auch Quotentechnisch ging die diesjährige Verleihung baden. Die Golden Globe Pressekonferenz lockte gerade einmal 5,83 Mio. Amerikaner vor die Bildschirme (Quelle: Quotenmeter.de). Es gab auch keine großen Gewinner, wie in den Jahren zuvor. Favoriserte Produktionen wie "American Gangsters", "Tödliche Versprechen" und "Michael Clayton" gingen sogar leer aus.

Auch wenn die diesjährigen Golden Globe Awards alles andere als großartig waren gibt es für den tvundfilmblog etwas erfreuliches zu berichten: Schon im Oktober 2007 berichtete der Webblog über die Serie "Califonication" mit David Duchovny alias Hank Moody. Herr Duchovny gewann für seine Darstellung von Hank Moody den Golden Globe als bester Schauspieler in einer Fernsehserie (Musical oder Comedy). Ein Grund mehr der Serie ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Mehr dazu bald auf RTL2.
Link

Mittwoch, 5. Dezember 2007

US Autoren streiken weiterhin

Bis zum heutigen Tag hat sich einiges getan im US-Autorenstreik. Nach dem fünften Verhandlungstag mit den Studios gibt es keinen konsenz. Das neue Angebot an die Writer Guild Euro 250 pro gestreamte Folge einer Serie im Internet ist ihnen zu wenig.

Durch das Streamen von Serien wie "Lost" und "24" werden diese Serien nicht Wiederholt und die Autoren erhalten weniger Geld, denn während den "alten glorreichen Fernsehzeiten" wurden Erfolgsserien regelmäßig wiederholt. Folglich hat es bei jeder Wiederholung in den Kassen der Autoren geklingelt.

Man sollte aber nicht denken, dass die Networks im Internet kein Geld mit den Serien verdienen. Auch hier werden Spots geschaltet und kräftig abkassiert. Die richtige Lösung ist so alt und einfach, wie die Internetwerbung. Einfach pro User einen Betrag X an die Autoren.

Allerdings dürfte nach der Beendigung des Streiks der Writers Guild noch eine Folgen nach sich ziehen, denn spätestens wenn die Autoren ihr Geld bekommen, fangen die nächsten Filmschaffenden an zu schreien. Zurecht!?

Freitag, 9. November 2007

US Writers Guild Streikt


Vor 3 Tagen haben ca. 12.000 US Autoren die Arbeit niedergelegt. Sie werden unterstützt von einigen Produzenten, die ebenfalls die Arbeit niederlegten und 115 CBS Showrunner. Die Forderung der US Autoren: Acht statt vier US-Cents pro verkaufte DVD und eine Entlohnung, im Falle das ihre Werke Online gestreamt werden.

Hier eine sehr interessant Immpression des Streiks:
Day 3 Lost and Desperate (Quelle: YouTube)

Einige der betroffenen Formate sind:
- “24” Fox verschiebt den Start der neuen Staffel auf unbestimmte Zeit
- “The Office” NBC unterbricht Staffel ab 15. November
- “Two and a Half Men” Produktion diese Woche eingestellt
- “The New Adventures of Old Christine” Produktion diese Woche eingestellt
- “Lost” wird in der Fernsehsaison 2007/2008 nur acht der sechzehn Folgen gezeigt
- …

Die US Autoren haben richtig , aber sehr spät erkannt, dass die Sender übers Web ihre Produktionen erneut verwerten. Dieser Weg der Verwertung wird zunehmen, gerade bei der rasanten Entwicklung von IP-TV. Deshalb gibt es so genannte “buy-outs“, bei denen die Autoren sämtliche Rechte an die Produktionsfirma abtreten. Solche Verträge werden übrigens mit vielen kreativen im Mediengeschäft gemacht und das schon seit geraumer Zeit.

Alles in allem bleibt abzuwarten, wie lang sich der Streik hinziehen wird. Spannend ist es aus deutscher Sicht für allemal. Fans können ein bisschen im die rechtzeitige Fortsetzung ihrer Serien bangen und deutsche Autoren wird das Ganze Spanisch vorkommen, denn bei uns sind Autoren nicht so stark gewerkschaftlich Organisiert.

Mehr Infos zum Autorenstreik:
Autorenstreik: Noch kein Sonnenschein am Horizont (Quotenmeter.de)
Forenecho: Was über den Autorenstreik gedacht wird (Quotenmeter.de)

Update 10.11.07:
Streikende Autoren, wartende Fans (Quotenmeter.de)

Donnerstag, 8. November 2007

Das große Fressen! Oder auch: Machen Amazon, Amango und Co den Videoladen um die Ecke platt?




Schon seit längerer Zeit bieten diverse Unternehmen im Internet “DVD Flatrates” an. So viele DVDs frei Haus, wie man möchte, ist hier das Motto. Dies ist eines von vielen Angeboten für die deutsche "Flatrate Gesellschaft". Erst einmal ist es ein super Angebot, gerade für Film-, TV- und Medienfans und natürlich auch für uns Medienschaffende. Doch wo bleibt die Videothek gleich um die Ecke? Wie soll sie gegen ein Angebot, wie diesen Standhalten? Kurz: was Quantität und Einfachheit betrifft schafft sie es nicht.

Wo soll der Laden von Nebenan nun anknüpfen? Nirgendwo, einfach so weiter machen wie bisher. Denn so ein Online Anbieter hat soviel Charme, wie eine Klobrille. Persönlichkeit ist auch gleich null oder kennen sie Herrn Amazon?

Doch ganz so einfach wird es dann wohl doch nicht. Natürlichen muss der kleine Videoladen von Nebenan ordentlich klotzen. Mehrwerte müssen geschaffen werden. Wie wäre es denn mit eigenen Flatrates? Zu einfach, ich weiss. Oder warum nicht nette Pakete anbieten. Zum Beispiel: Das Romance Angebot (Flasche Sekt, ein paar Erdbeeren, Pralinen und den passenden Film dazu), Action Pack (Stirblangsam 4.0, einen Sixer Bier und eine Tüte Chips) …

Alles in allem ist da Geschäft hart und wird es auch bleiben. Und auch wenn ich mir vor kurzem auch so eine Flaterate zugelegt habe, wird die charmante Videothek nicht auf der Strecke bleiben. Das ist wie früher ins Kino gehen, als Popcorn und Eis noch keinen Zugang hatten.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

CSI - Klasse Quote, Klasse Qualität


CSI ist mit Produktionskosten von Euro 3 Mio. je Folge ein sehr teureres Format. Jede Serie ist voll mit aufwendigen Animationen, eigene Lichtthema und echten Laborinstrumenten. Mit CSI ist es den Machern gelungen einem Format einen unverwechselbaren Look zu geben. CSI ist Kult. Schon nach wenigen Sekunden beim Zappen im Programm erkennt auch der Leihe am “Look and Feel”, dass er bei CSI gelandet ist.

Nur Navy CIS fällt ein wenig aus dem Bild. Könnte wohl daran liegen, dass die Serie von der Navy unterstütz wird. Schauplätze und Equipment sind komplett vom Staat zur Verfügung gestellt. Und da hier der Staat mit im Spiel ist, ist das Ganze sehr blau stichig , ein wenig patriotisch und heroisch. Alles was der Durchschnitts- Amerikaner zu brauchen scheint. Aber auch Navy CIS läuft hier zu Lande mit einer guten Quote auf SAT1.

CSI ist ein gutes Beispiel, wie man ein Format auf dem international Markt erfolgreich unter bringt. Das Format beweißt was passierten kann, wenn man auf Qualität setzt und von vornherein auch mit Marketing im Hinterkopf eine Produktion umsetzt.

Viele Versuchen dieses Konzept zu kopieren. Auch auf dem deutschen Markt gab es einige Versuche der Sender mit mittelmäßigen Erfolg. Aber um CSI Konkurrenz zu machen, muss man schon ein wenig Geld in die Hand nehmen.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

B-Promi fordert Killerplauze heraus: Pocher versus Raab


Aus Sicht der Pro7 Zuschauer, wäre es das Duell der Giganten. Oliver Pocher fordert Stefan Raab in einem Spezial der Show “Schlag den Raab” heraus. Eines verspräche dieses Wettkampf mit Sicherheit: sehr gute Einschaltquoten.

Doch lassen wir uns das Ganze doch nochmals durch den Kopf gehen. Der neue Frontmann an der Seite von Harald Schmitt (ARD) gegen Pro7 Urgestein Stefan “Der Metzger” Raab. Dies wäre doch der perfekte Anlass die Streitigkeiten zwischen öffentlich-rechtlichen- und privaten Fernsehen in Deutschland endlich einmal in einem fairen Wettkampf auszutragen.

Sollte Raab gewinnen, werden die Rundfunkgebühren abgeschafft und wenn Pocher gewinnt verschwindet das böse Private genauso schnell, wie es 1984 das Licht der Welt erblickte.

Man könnte die Herausforderung Pochers allerdings auch anders sehen. Pocher: “Ich bin zwar jetzt auch bei der ARD zu sehen, aber in Wirklichkeit gehöre ich für “immer und ewig” zu meinem roten Lieblingssender, der mich groß und stark gemacht hat: Pro7. We love to entertain you!”